{"id":494,"date":"2016-01-22T23:21:42","date_gmt":"2016-01-22T22:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.owlperformanceart.eu\/?p=494"},"modified":"2016-02-08T23:16:33","modified_gmt":"2016-02-08T22:16:33","slug":"joseph-beuys-als-john-dillinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.owlperformanceart.eu\/?p=494","title":{"rendered":"Joseph Beuys als John Dillinger"},"content":{"rendered":"<p>Als \u201eJohn Dillinger\u201c hat sich Beuys mit Amerika, Gangstertum, Gefahr und Tod auseinandergesetzt. Zum 30. Todestag von Joseph Beuys biete ich einen Text \u00fcber ihn als John Dillinger aus dem 6. Kapitel meines Buchs \u00fcber die Reflexe des Soldatenlebens in den Aktionen von Beuys an.<\/p>\n<p>Das Buch wird dieses Jahr bei Conferencepoint in Berlin\/Hamburg erscheinen.<\/p>\n<h3>Joseph Beuys als John Dillinger<\/h3>\n<p>Joseph Beuys Auftritt als John Dillinger bei seinem ersten Besuch in Chicago am 14. Januar 1974 k\u00f6nnte als Rollenspiel bezeichnet werden. Beuys stieg vor dem Biograph-Kino in der North Lincoln Avenue aus dem Auto und spielte die Hinrichtung des verurteilten mehrfachen Raubm\u00f6rders, der sich seiner Todesstrafe durch Flucht entzogen hatte, als ein Solo. Nach einem Kinobesuch wurde Dillinger am 22. Juli 1934 von FBI-Beamten vor dem Kino gestellt und an Ort und Stelle mit Geschossen durchsiebt. Beachtlich ist die aus der Durchsicht der Fotoserie von Klaus Staeck zu lesende Leichtigkeit und Bereitschaft zur Improvisation, mit der Beuys sich spielerisch in einen Gesetzesbrecher verwandelte. Es sind die wenigen Kleidungsst\u00fccke, also Beuys Hut und sein Hasenfellmantel, die ihn glaubw\u00fcrdig in eine Figur der Geschichte verwandelten und doch zugleich ihn selbst darstellen, also als eine Figur der Zeitgeschichte erkennbar machten. Je nach Informationen \u00fcber die Hintergr\u00fcnde springen einem aus dem <em>persona<\/em>-Doppelpack, in dem beide wie ein Sandwich zur Deckung gebracht worden sind, einmal Dillinger und ein anderes Mal Beuys ins Auge. Beide kommen zur Deckung. Aber warum gilt dieses Spiel einem Gesetzesbrecher?<\/p>\n<h3>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Energie des John Dillinger (1. Variante: Schuldgef\u00fchle)<\/h3>\n<p>Es ist m\u00f6glich, dass die weltweite Berichterstattung \u00fcber Dillingers Hinrichtung durch das FBI 1943 den damals 13-j\u00e4hrigen Beuys erreichte und ihn das gewaltsame Ende dieses Gesetzesbrechers ebenso erschrocken wie fasziniert hatte.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Vielleicht hatte diese Episode auch sein Amerikabild mit der Botschaft gepr\u00e4gt, dass man sich nimmt, was man braucht, wenn man bereit ist, das Risiko einzugehen, erschossen zu werden. Erstaunlich ist jedenfalls, dass sich Dillinger dem jungen Beuys bis zu seinem ersten Besuch in den USA 40 Jahre sp\u00e4ter eingepr\u00e4gt hatte, wo ihn Erinnerungen und Recherchen bewogen, diese Szene in einem Live-Act zu aktualisieren. Seinem Begleiter Staeck gegen\u00fcber \u00e4u\u00dferte sich Beuys \u00fcber sein Interesse an diesem Gangster: \u201eIch lege gro\u00dfen Wert auf die Energie, die in einer Biographie wie der des John Dillinger liegt. Diese Energien, die beim Dillinger beispielsweise negativ gepolt waren, k\u00f6nnen einen positiven Impuls abgeben. Nach dem Motto: Unser <u>Liebesimpuls<\/u> f\u00fcr solche Menschen oder \u00fcberhaupt Menschen ist dreifach: untermenschlich, menschlich und \u00fcbermenschlich.\u201c<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> F\u00fcr den in diesem Kapitel zur Diskussion stehenden Ansatz ist wichtig, dass Beuys hier von einem <em>Liebesimpuls<\/em>, also von einer irrationalen Energiequelle spricht und sie auf mehreren Stufen der Menschlichkeit ansiedelt, wo sie von ihm \u00e4hnlich gestaffelt werden wie in der Psychologie das Bewusstsein (Unterbewusstsein, Ich und \u00dcber-Ich). Ein zweiter Aspekt ist die Umpolung des Negativen. Dazu hat Schneede \u00c4u\u00dferungen aus verschiedenen Interviews mit Beuys zusammengetragen, die deutlich machen, wie sehr ihn das B\u00f6se faszinierte. So sagte er Birgit Lahann f\u00fcr ihn w\u00e4re Hitler \u201eein gro\u00dfer Aktionist\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a>, der wie die gro\u00dfen Gangster \u201eseine sch\u00f6pferischen F\u00e4higkeit negativ gebraucht\u201c h\u00e4tte. Unter dem Gesichtspunkt des Aktionismus hat ihn die Energie fasziniert, die das B\u00f6se im Kampf gegen seinen Antagonisten freisetzen konnte. Und inzwischen hatte er genug Erfahrungen als Performer, um zu wissen, welche Energien seine Aktionen ben\u00f6tigten, bzw. durch sie und g\u00fcnstige Umst\u00e4nde freigesetzt werden konnten. Diese haben nat\u00fcrlich mit den Energiesch\u00fcben zu tun, die er w\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit im Sturzkampfbomber durch Amphetamine und Lebensgefahr angestachelt erlebt hatte.<\/p>\n<p>Die Personen, die Beuys aus verschiedenen Anl\u00e4ssen aufgef\u00fchrt hat, haben jeweils auf ihrem Gebiet und zu ihrer Zeit Verbrechen begangen, Schuld auf sich geladen oder wurden bestraft, bzw. richteten sich selbst. Wenn Beuys diese Biographien auf sich zog, indem er sie wie die Episode vom gewaltsamen Ende des Dillinger sogar nachspielte, zeigte sich darin neben der Absicht der Identifikation konkret auch die Bem\u00fchungen des Verzeihens und des Abtragens von Schuld, die er nicht nur als Individuum sondern auch als Angeh\u00f6riger seiner Generation im Krieg auf sich geladen hatte. Es ging dabei auch um den Fluss von Lebensenergie. Im Moment, in dem der Kampf oder der Krieg als Energiereservoire endete, brach diese Energiequelle zusammen und es entstand eine Leerstelle, die durch die Erschlie\u00dfung anderer Energiequellen aufgef\u00fcllt werden musste. Die Beziehungen zwischen den Energien des modernen Lebens mit Kunst und Fiktion, wie sie z.B. durch F.T. Marinetti und sp\u00e4ter auch durch Ernst J\u00fcnger namhaft gemacht worden, die die Gefahr als einen Katalysator zu Steigerung des Lebensgef\u00fchls propagierten, wurden durch Aktionen &#8211; heute Re-doings \u2013 an neue Energiequellen angeschlossen. Das Rauchen einer Zigarette war die Kompensation solcher Aktionen sozusagen zwischendurch f\u00fcr jeden Tag ohne umfangreiche Aktionen.<\/p>\n<h3>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erfahrungspool (2. Variante: Opfer)<\/h3>\n<p>Auf den ersten Blick erscheinen die Handlungen, von denen hier die Rede ist, identifikatorisch, doch ist dar\u00fcber hinaus festzustellen, dass Energieentfaltung, Traumata und fatale Ereignisse zusammenh\u00e4ngen und einen Erfahrungspool bilden, der zwischen Menschen mit vergleichbaren Biographien wirksam ist und sich wie ein virtuelles Wurzelgeflecht zwischen ihnen ausbreitet. Au\u00dferdem k\u00f6nnen durch Nachspielen, also Re-doings, historische Zusammenh\u00e4nge mit der Gegenwart gekoppelt, und folglich auch der Neubearbeitung und Umdeutung zug\u00e4nglich gemacht werden. Neben der Darstellung und der durch die Aktion gesteigerten Energie liegt das Eigeninteresse von Beuys nicht nur in der Heilung, sondern dar\u00fcber hinaus auch in der Revision seiner bisherigen Erfahrungen mit Amerikanern als Feinden. Deshalb kann die Personifikation des Dillinger auch als eine Entlastung betrachtet werden, die dazu beigetragen hatte, dass Beuys als K\u00fcnstler von seiner Vorgeschichte unbelastet in den USA auftreten konnte. Die Aktion \u201eDillinger\u201c gestaltete sozusagen Beuys\u2018 verinnerlichtes Amerikabild um und war deshalb mehr als ein Rollenspiel, denn sie erm\u00f6glichte ihm durch die Identifikation seine eigenen Schuldgef\u00fchle auf Dillinger abzuw\u00e4lzen, der sich im christlichen Sinn stellvertretend und im Voraus schon f\u00fcr den K\u00fcnstler geopfert hatte. So gelang es Beuys durch das doubeln dieser <em>persona<\/em> auch Schuldgef\u00fchle, die er nicht nur als Soldat akkumuliert hatte, sondern auch durch Aneignung der Methoden von FLUXUS und des Begriffs auf sich geladen hatte zu kompensieren. Wie Dillinger sich das Geld aus den Banken holte, sich also materielles Kapital beschaffte, so hatte sich Beuys FLUXUS angeeignet, um seine im Krieg und w\u00e4hrend seiner pers\u00f6nlichen Krise hinter den Entwicklungen zur\u00fcckgebliebenen Mittel zur Verwirklichung seiner k\u00fcnstlerischen Ideen umzubauen und aufzustocken, um sie auf den neuesten Stand zu bringen.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> Man kann mit Beuys\u2018 Worten diesbez\u00fcglich vom immateriellen kulturellen Kapital sprechen, das er sich von j\u00fcngeren Kollegen aneignet hatte. Insofern hat die Personifikation des Dillingers, der sich seiner Strafe nicht entziehen konnte, eine f\u00fcr Beuys durch die katholische Erziehung gepr\u00e4gte, also eine Strafe erwartende, Seele eine entlastende Wirkung. Da er der Kirche nicht mehr verbunden war, fand Beuys seine eigenen Wege der Vergebung und konnte nach der performativen S\u00fchne auf die Bezeichnung FLUXUS verzichten und seine eigene Form der Aktions- und Installationskunst verwirklichen.<\/p>\n<h3>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Identifikationsfiguren (3. Variante: Freibeuter)<\/h3>\n<p>John Dillinger hatte aber auch etwas, was Beuys nicht erreicht hat. Das Echo auf den lapidaren Satz, den Beuys als Untertitel der Ausstellung ARENA w\u00e4hlt, \u201eWo w\u00e4re ich hingekommen, wenn ich intelligent gewesen w\u00e4re\u201c hallt hier nach. Der Satz klingt wie eine Frage, doch ohne Fragezeichen ist er eine Aussage. Nachdem Hitler ihm und Millionen anderen zum Aufbruch in eine neue Zeit bereiten Jugendlichen eine neue Welt vorgegaukelt hatte, hatte der junge Flieger Beuys durch das Kriegsfiasko alles, was er damals ertr\u00e4umt und worauf er sich eingelassen hatte, verloren. Vom Krieg gezeichnet, musste er wie die anderen \u00dcberlebenden des Krieges in seine zerst\u00f6rte Heimat zur\u00fcckkehren. Diese deprimierende Situation lie\u00df Alles in einem anderen Licht erscheinen, und besonders andere Kontinente schienen au\u00dfer Reichweite ger\u00fcckt zu sein. Insofern war der Dillinger, der den Alten Kontinent schon Generationen vorher verlassen hatte und sich in der \u201eNeuen Welt\u201c als Gangster einfach genommen hatte, was ihm gefiel, auch ein Heldenfigur, dessen Handeln von Unabh\u00e4ngigkeitsstreben durchdrungen war. Eine solche Haltung mag die jungen Soldaten anl\u00e4sslich der Eroberungsz\u00fcge zu Beginn des Krieges fasziniert haben, bis diese nach Kriegsende diskreditiert und sanktioniert worden waren. Der gewaltsame Tod Dillingers kompensierte diesen Verlust gleichsam stellvertretend, weshalb er f\u00fcr den jungen Beuys, der sich im Krieg und in seiner Krise 1956\/57 mit dem Sterben auseinander setzen musste, eine Figur wurde, die auch wegen der Ferne \u2013 in Amerika und in der Zeitung \u2013 f\u00fcr ihn als Identifikationsfigur eine Distanz zu sich selbst erm\u00f6glichte. Diese Distanz verk\u00fcrzte Beuys in Chicago, als er sich schlie\u00dflich genau an den Schauplatz des Show-downs chauffieren lie\u00df. Hier hatte es dann den Anschein, dass er die Wirksamkeit der Aktionskunst, die er sich in den vorausgegangenen 10 Jahren angeeignet und erarbeitet hatte, nun an diesem Dillinger, hinsichtlich ihrer Belastbarkeit in einer anderen kulturellen Umgebung \u00fcberpr\u00fcfen wollte.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Kunst der Moderne waren die Fluxusk\u00fcnstler Figuren, die eine negative Utopie verk\u00f6rperten, als sie in den 1960er Jahren als Freibeuter in Europa aufgetaucht waren, denn sie waren wie die Zirkusleute mit Festivals, die nur einen Abend dauerten, unterwegs. Das stie\u00df in der Kunstwelt nicht einmal auf Unverst\u00e4ndnis, denn man wollte diese Leute gar nicht zur Kenntnis nehmen, auch wenn man sich \u00fcber den Professor wunderte, der bei diesem Zirkus partiell mitmachte. Zuvor hatten schon die Surrealisten mit \u201eErsatzportr\u00e4ts\u201c Identifikationsfiguren verwendet, um die Aussagekraft ihrer eigenen Portr\u00e4ts zu hinterfragen. Dazu verwendeten sie die Portr\u00e4ts bekannter zeitgen\u00f6ssischer Krimineller, die den illegitimen Status unterstreichen sollten, den die Literaten und K\u00fcnstler damals in den Augen der Offiziellen hatten &#8211; und sie sollten die \u00d6ffentlichkeit provozieren. Doch die Kunstauffassung der Fluxusk\u00fcnstler und ein Dillinger hatten Beuys in der Zeit der Umw\u00e4lzungen in der Kunst noch wegen anderer Vorz\u00fcge angesprochen. Durch die Begegnungen mit Nam June Paik und Georges Maciunas standen Beuys erweiterte k\u00fcnstlerische Mittel zur Verf\u00fcgung, als die, die ihm die Hochschule, an der er studiert hatte und die ihm nun von Jahr zu Jahr einen neuen Lehrauftrag erteilte, anbieten konnte. In den 1960er Jahren noch in dieser Sackgasse steckend, aus der er durch den Rauswurf aus der Akademie befreit wurde, hatte er Ambivalenz, m\u00f6glicherweise sogar Neid gegen\u00fcber den Angeh\u00f6rigen der U.S.- Army empfunden, die wie Maciunas und George Brecht als zivile Angestellte in einer beeindruckenden Weise k\u00fcnstlerisch ambitioniert sein konnten. Beuys hatte ja Erfahrungen damit, wie es beim Milit\u00e4r zuging, und es ist wahrscheinlich, dass er dort mit seinen Kameraden und Ausbildern vor den Fronteins\u00e4tzen \u00e4hnliche Aktivit\u00e4ten und seinen Interessen in Bezug auf die Naturwissenschaften nachgegangen war, die er dann nach der Begegnung mit Maciunas in <em>Lebenslauf Werklauf<\/em> \u201eAusstellungen\u201c genannt hatte. Die Eintr\u00e4ge f\u00fcr 1940 mit den \u201eAusstellungen\u201c in Posen, in Sewastopol \u201ew\u00e4hrend des Abfangens einer JU 87\u201c, auf dem Flugplatz Erfurt-Bindersleben und dem Flugplatz Erfurt-Nord deuten das an.<\/p>\n<p>\u00a9 Johannes Lothar Schr\u00f6der, VG-Wort, Conferencepoint 2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Schneede erw\u00e4hnt, dass sich in Beuys Nachlass eine Kopie des Berliner Lokal-Anzeigers vom 23.07.1935 mit dem Bericht \u00fcber dieses Ereignis befindet. Uwe M. Schneede: Joseph Beuys. Die Aktionen [Buch].\u00a0&#8211; Ostfildern-Ruit\u00a0: Hatje, 1994 S. 324 Auch wenn die Kopie nicht aus der Zeit sein kann, sondern sp\u00e4ter hergestellt wurde, ist es m\u00f6glich, dass der damals 13-j\u00e4hrige Beuys von dem sensationellen Show-down Dillingers erfuhr, und die Person faszinierend genug war, um von Kindern nachgespielt zu werden, um das B\u00f6se zu konkretisieren. Bis heute belegen Spiele &#8211; auch solche in digitaler Form &#8211; das Interessen von Kindern, sich dynamisch und performativ mit Gewalt, den Grenzen zwischen Gut und B\u00f6se sowie Leben und Tod auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Beuys in: Staeck\/Seidel 1987, S. 210. Zit. nach: Schneede, ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> In: Stern, Heft 19, 30.April 1981, S. 77-82, 250-253, S. 82<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Thomas Kellein \u00e4u\u00dferte das ganz drastisch als er in einem Radiointerview sagte: am 4.6.2007 auf D-Radio-Kultur: &#8222;In Wahrheit hat Beuys Fluxus ausgebeutet. Er hat den Begriff, er hat die Werkformen auf sein eigenes Oeuvre \u00fcbertragen, hat seine eigene Ausstellung &#8218;Fluxus&#8216; betitelt, um dann so eine Art Systemf\u00fchrerschaft zu \u00fcbernehmen. Und das schlie\u00dflich hat dazu gef\u00fchrt, dass viele Beuys-Forscher sich noch nicht einmal die M\u00fche machen zu \u00fcberlegen: Wo kommt Fluxus eigentlich her?&#8220; <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/fazit\/632221\/\">http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/fazit\/632221\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u201eJohn Dillinger\u201c hat sich Beuys mit Amerika, Gangstertum, Gefahr und Tod auseinandergesetzt. Zum 30. Todestag von Joseph Beuys biete ich einen Text \u00fcber ihn als John Dillinger aus dem 6. 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