Tatsumi Orimoto (dt.)

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50 Grandmamas, Kawasaki-City Museum, 25. März 2006, courtesy of the artist

 

Die inzwischen über 60 Aktionen mit seiner Mutter (Art-Mama-Serie) unterbrechen die alltägliche Routine. In einem für Alte meist eintönigen Leben stellen die Aktionen Orimotos pathetische Augenblicke des Innehaltens dar, die mit Festtagen oder auch Geburts- und Jahrestagen vergleichbar sind. Auch Nachbarn und Freunde werden einbezogen, und bei Veranstaltungen in Galerien und Museen beläuft sich die Zahl der Mitwirkenden schon mal auf 50. Solche Aktionen, die Zuwendung und Aufmerksamkeit manifestieren, wirken sich günstigen auf den Verlauf von Depressionen und Alzheimererkrankungen aus, weil sie ihr Fortschreiten verlangsamen, wie Beiträge in Floating Time (Vol.3, Nov. 2002), der Zeitschrift des Sotoasahikawa Hospitals, in dem Orimoto Workshops für Alte und Behinderte anleitete, bestätigen.

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